***** Während auf seinem ersten Album insbesondere der Song "In The Air Tonight" das widerspiegelte, was Collins damals fühlte (Schmerz der Trennung von seiner ersten Frau, Andrea), handelt dieses Album quasi von seinem Gemütszustand nach der Trennung von seiner zweiten Frau, Jill. Man sagt, in den schlimmsten Zeiten kämen immer die besten Resultate zum Vorschein (siehe Fleetwood Mac, "Rumours"). Bei diesem Album trifft dies jedoch nur teilweise zu. Nicht, dass die Songs übel wären - doch benötigen sie teilweise viel Geduld, bis man sie selbst als Phil Collins-Fan zu schätzen weiss. Allerdings bleibt "We Fly So Close" doch eher chaotisch. Dafür entschädigen der Song "Both Sides Of The Story", das ähnlich-klingende "We Wait And We Wonder", die Balladen "Can't Turn Back The Years", "Everyday" und "There's A Place For Us" - aus meiner Sicht der beste Albumtrack auf diesem Album und ohnehin ein starker Song. Phil Collins spielte hier alle Instrumente selber ein - mal was anderes, so wie auch das ganze Album an sich. Das Album kann man sich durchaus zwischendurch anhören, ist aber eher für die kälteren und traurigeren Tage zu empfehlen. |